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Wohnung gefunden-Geldbörse wieder da

Es tut mir Leid, was Ihnen passiert ist“, sagt die Richterin am Wilhelmshavener Amtsgericht am 1. Dezember 2015 nach einer Verhandlung, denn ich habe ihr die beiden Briefe geschickt, die ich vor diesem Termin bekommen habe. Geschrieben worden sein sollen sie in der Margaretenstraße 29, Wilhelmshaven, abgeschickt wurden sie in Hamburg. Verfasser sollen ein Sohn von mir sein, den ich nicht habe, und meine vier Ehefrauen, die sich für so etwas nie hergegeben hätten. Schlimm auch: Meine dritte Ehefrau ist seit fast zwei Jahren tot, in Kiel gestorben an Krebs.

Dieser angebliche Sohn zeichnet auch für anonyme Internet-Seiten verantwortlich, die seit 2011 im Netz stehen und von google nicht gelöscht worden sind. Immer führt die Spur zu einer Einrichtung, deren Leiter wegen meiner Berichte über seine üblen Methoden am 4. Juli 2011 fristlos entlassen worden ist. 2012 wurde er wieder eingestellt, als diese Einrichtung von der Step gGmbH Hannover übernommen worden war. Seinen Leitungsposten bekam er aber nie wieder, die Einrichtung wurde 2014 geschlossen. Step-Geschäftsführer Serdar Saris, ehemals Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Regionsversammlung Hannover, nahm Schaufel und Besen und kehrte alle Skandale unter den Teppich.

Die Briefe aus der Margaretenstraße 29 sind aber nicht die einzigen Merkwürdigkeiten in meinem Leben. Davon gibt es viele. Auf kritische Berichte reagierte die Neuapostolische Kirche vor Jahren mit Strafanträgen in Massen, keiner war erfolgreich. Als ich in einem Roman mit dem Titel „Auch sie trinkt Wein“ die Scientology Church auf den Schriftsteller-Arm nahm, wurde meine Telefonleitung blockiert, sobald der Verlag mit der Werbung für diese Erzählung begann. Während eines Urlaubs meldete mich jemand bei meiner Telefongesellschaft ab und teilte der Post mit, ich sei unbekannt verzogen. Wer dahinter steckte, wusste angeblich niemand.

Das mag vielen schon unheimlich genug klingen. Doch diese Geschichte ist ebenso merkwürdig und führt an den Anfang zurück: Im November 2013 verliere ich bei Nieselregen meine Geldbörse auf dem Weg zu einem Kiosk in Wilhelmshaven, wo ich zu der Zeit noch wohne. Meine Wohnung befindet sich in der Krummen Straße 1, der Kiosk in der Heppenser Straße. Der kürzeste Weg dort hin führt über die Margaretenstraße…

Den Verlust bemerke ich wenige Minuten später. Meine Geldbörse mit Sparkassen-Card, Ausweis und jenem grauen Führerschein-Lappen, den viele nicht mehr kennen werden, finde ich nicht wieder. Ich informiere die Stadt Wilhelmshaven und die Sparkasse Wilhelmshaven über den Verlust, im Dezember 2013 beantrage ich Ausweis und Führerschein neu. Eine neue Sparkassen-Card habe ich schon.

Im Februar 2014 finde ich eine neue Bleibe in Burgwedel, am 8. Februar fahre ich dort hin, um den Mietvertrag zu unterschreiben, am 9. Februar kehre ich nach Wilhelmshaven zurück. Nichts im Briefkasten.

Ich bin erst wenige Minuten in meiner Wohnung, da klingelt mein Telefon. Das Tierheim teilt mir mit, man habe soeben vor dem Heim meine Sparkassen-Card gefunden. Ich bitte um Vernichtung, da ich eine neue hätte.

Am frühen Abend gehe ich mit meinem Hund um die Häuser, in meinem Briefkasten liegt die Geldbörse, die ich im November 2013 verloren habe. Nicht einmal der graue Führerschein-Lappen weist Spuren auf, die darauf hindeuten, dass meine Geldbörse lange draußen gelegen hat. Nur das Geld fehlt.

November 2013 und jetzt: die Margaretenstraße in Wilhelmshaven. 

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Der dritte Brief

Ich werde Vater! Will das aber verheimlichen und die Mutter in Stich lassen. Wie ich das schon bei einem Sohn getan habe, der angeblich in der Margaretenstraße 29, Wilhelmshaven, wohnt und Internetseiten über mich veröffentlicht hat. Neue sollen folgen.

Die neuen Internetseiten werden in einem Schreiben angekündigt, das mir heute jemand in den Briefkasten gesteckt hat. Es ist der dritte Brief innerhalb von fünf Wochen. Dieses Mal wird nicht mein angeblicher Sohn aus Wilhelmshaven als Absender angegeben, sondern “We save your region – Regional Direktion Hannover”. Angeblich sollen 2250 Burgdorfer Haushalte demnächst eine Postwurfsendung bekommen. Überschrift: “Wie können Sie sich und Ihre Familie schützen?” Behauptet werden soll, dass ich mich “eng mit der pädophilen Szene verbunden und eng mit Männern und Frauen zusammengearbeitet habe, die wegen schwerer sexueller Gewalt gegen Kinder verurteilt sind”. Als Zeugen dafür aufgerufen werden sollen Martin Lauber, ehemals Redakteur des “Anzeiger für Burgdorf und Lehrte”, heute “Nordhannoversche Zeitung”, und der ehemalige CDU-Ratsherr Paul Rohde, der im Frühjahr 2004 in seinem Monatsmagazin behauptet hat, ich könne keine Adresse angeben, weil ich keine Wohnung hätte – eine lächerliche Erfindung dieses Mannes.

Die Behauptung, ich hätte Verbindungen zur pädophilen Szene hat 2011 auch vor dem Hamburger Landgericht eine Rolle gespielt. Aufgestellt wurde sie von dem Lünebürger Sozialpädagogen Ruthard Stachowske, damals noch Angestellter der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, danach der Step gGmbH Hannover. Das Hamburger Landgericht verbot diese Behauptung, die damalige Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg versicherte an Eides Statt, solche Behauptungen von Stachowske seien nichts Ungewöhnliches, dieser Sozialpädagoge neige zu solchen Unterstellungen. Die er anschließend auch im Internet verbreitete. Honorarprofessor der Evangelischen Hochschule Dresden blieb er trotzdem, Serdar Saris als Geschäftsführer der Step gGmbH Hannover bot ihm immer wieder Jobs an.

Das Verleumdernetz ist weit gesponnen, meine Hinweise werden stets ignoriert – von Serdar Saris ebenso wie von Martin Lauber und Paul Rohde. Für die Broschüre “Zwei Schweinchen und ein Anzeiger”, in der ich die Rollen von Paul Rohde und Martin Lauber in einem Skandal schildere, wollte ich eine Anzeige im “Marktspiegel” aufgeben, die nicht veröffentlicht worden ist. Das macht es den Briefschreibern leicht, die sich nun hinter einer von ihnen erfundenen Organisation verstecken…

Zeitraffer+++Ein Wilhelmshavener Polizeibeamter stellt “Die Akte Tjaden” ins Netz. Dort will er über eine vom Jugendamt veranlasste Wohnungsdurchsuchung berichten. Bei dieser Wohnungsdurchsuchung hat er sich einen falschen Namen gegeben, bestreitet das aber vor Gericht. Die Jugendamtsmitarbeiterin, die hinter dieser Aktion steckt, darf auf Anweisung des Wilhelmshavener Oberbürgermeisters vor Gericht nicht aussagen. Ich werde als Stalker verleumdet. Ich protestiere bei der Wilhelmshavener Polizei gegen “Die Akte Tjaden”. Sie verschwindet sofort wieder.+++Im November bekomme ich den ersten Erpresserbrief aus der Margaretenstraße 29, Wilhelmshaven+++Ein Hacker zerstört meine Seiten bei http://www.lulu.com, meine Bücher kann man bei Lulu nicht mehr bestellen+++Anfang Dezember 2015 bin ich in Wilhelmshaven. Anschließend bekomme ich bei Facebook eine Warnung. Mein Auto sollte demoliert werden.+++

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